SPD und CDU in Mönchweiler verzichten auf Poster als Wahlwerbung
Mönchweiler (asf). Wahlkampf hat immer die Begleiterscheinung, dass fast jede Straßenlaterne und jeder Pfahl mit Werbeplakaten der zu wählenden Parteien oder Vereinigungen geschmückt wird. Ob diese Art der Werbung letztendlich die erhofften Stimmen bringt, ist fraglich.
Genau das denken die beiden Fraktionen der SPD und CDU in Mönchweiler. Mit einem "einsamen Beschluss" haben sich die beiden - eigentlich ja konkurrierenden Fraktionen - mit den Ortsvorsitzenden, Hans-Dieter Eschrich von der CDU und Sabine Roth von der SPD, darauf geeinigt, die Plakate beim jetzigen Wahlkampf in Mönchweiler wegzulassen.
Fernsehen und Radio erfüllen die Aufgabe, dem Wähler Informationen nahe zu bringen, erklären die beiden im SÜDKURIER-Gespräch. Was die kommunale Wahl betrifft, so seien die Flyer verteilt und man könne in einem beschaulichen Ort wie Mönchweiler jeden Haushalt erreichen. Die Plakate seien ohnehin nur von Fußgängern zu sehen, ein Autofahrer könne ein Plakat im Vorbeifahren beispielsweise auf der viel befahrenen Hindenburgstraße gar nicht registrieren.
"Die Zeit und das Geld können wir sinnvoller anlegen", meint Sabine Roth. Die SPD möchte statt Plakatierung die etwas verwahrloste und teils zerstörte Grillstelle am Trimmdichpfad wieder richten. Am 12. Juni, dem Samstag vor den Kommunalwahlen, werden sich die Mitglieder an der Grillstelle treffen und neue Sitzgelegenheiten schaffen. Als Abschluss des Wahlkampfes wird dann natürlich auch gegrillt. Eingeladen sei hierzu jeder. Der CDU-Gemeindeverband hat sich keine Ersatzaktion ausgedacht, trage aber zum allgemeinen Sparen bei, so Eschrich.
Plakate schlecht lesbar
Denn Plakate werden den Ortsvereinen vom Kreis zwar kostenlos zur Verfügung gestellt, aber der Kreis müsse die Werbung natürlich auch bezahlen. "Da die Lesbarkeit der Plakate ohnehin gegen Null tendiert, haben wir uns das schon länger überlegt", sagt Eschrich. Der Wahlkampf sei dieses Mal ohnehin völlig anders. Die CDU baut auf persönliche Gespräche von Mensch zu Mensch und verzichtet auf eine offizielle Kandidatenvorstellung, "Hier in Mönchweiler kennt sich sowieso fast jeder."